Auf zum Endspurt – zurück Richtung Süden!

Nach sieben Wochen on the road hieß es für uns: Endspurt! Früh morgens haben wir die Fähre von Kristiansand (Norwegen) nach Hirtshals (Dänemark) genommen. Die Überfahrt? Eher ein Ritt auf der Waschmaschine – ordentlich holprig. Kaum waren wir in Dänemark, fing es auch schon an zu regnen. Na, wer sagt’s denn – Skandinavien bleibt sich treu!

Trotzdem ging’s tapfer weiter Richtung Limfjord. Dort haben wir ein kleines, abgelegenes Campingplätzchen gefunden – perfekt, um das Schlafdefizit der letzten Nacht ein bisschen auszugleichen. Der Tag plätscherte (im wahrsten Sinne des Wortes) so vor sich hin – Regen, Gemütlichkeit, ein gutes Buch. Mehr braucht’s manchmal nicht.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter Richtung Deutschland, genauer gesagt nach Norderstedt – dort warteten Freunde auf uns. Der Regen? Der blieb unser treuer Begleiter, jetzt allerdings in der Deluxe-Version: Eimermodus. Kurz nach der Grenze machten wir noch einen Zwischenstopp in Quern (südöstlich von Flensburg), wo wir das berühmte Obstcafé besuchten. Kaffee, Kuchen – beides einfach himmlisch. Das Wetter? Ignoriert. War auch besser so.

In Norderstedt angekommen, verbrachten wir wieder einen wunderbar gemütlichen Abend mit unseren Freunden. Viel Gelächter, viel Rederei – wie das ebenso ist, wenn man sich viel zu erzählen hat.

Die Reise ging weiter nach Süden – mit Kurzstationen bei Freunden in Salzgitter und Erfurt. In beiden Städten haben wir übernachtet, und in Erfurt wurde es dann richtig deftig: 320 Stück Thüringer Bratwürste wanderten ins Gepäck. Die Tochter samt Freundeskreis hatte scheinbar ein XXL-Würstelgrillfest geplant. Kein Kommentar – wir liefern nur.

Nächster Stopp: München. Und ja, du ahnst es – es regnete immer noch. Erst kurz vor München gab der Himmel endlich auf und wir konnten die feierliche Würstelübergabe dann doch nicht im Trockenen vollziehen. Die Schleusen öffnenden sich wieder. Noch ein schneller Kaffee – und dann die letzten 40 Kilometer bis nach Hause nach Landsberg am Lech.

Nach 7 Wochen, 7292 Kilometern und gefühlt 29.000 Regentropfen der letzten Tage waren wir wieder daheim. Der Kühlschrank wurde ausgeräumt, die schmutzige Wäsche sortiert, und dann war erst mal Ruhe angesagt. Im Wintergarten, mit einem kühlen Weißbier und dem Regen, der leise auf’s Glasdach trommelte. Die Temperaturen? Zwischen 17 und 20 Grad – also keine echte Umstellung. Gemütlich eben.

Jetzt lassen wir alles Revue passieren – die Natur, die Begegnungen, das Freiheitsgefühl. Und freuen uns aufs eigene Bett. Denn, wie heißt’s so schön? Nach der Reise ist vor der Reise – in vier Wochen geht’s ja schon wieder los…

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