Sonnige Tage auf La Gomera mit Rita

Der Februar neigt sich dem Ende zu, und seit dem 18. bin ich wieder auf La Gomera – diesmal mit Rita. Es sind wunderschöne, sonnige Tage, genauso, wie es auf der Insel um diese Jahreszeit sein sollte. Nach Wochen von Regen, Kälte und Sturm ist das wie eine kleine Belohnung der Natur. Baden war bisher fast unmöglich – nur einmal haben wir es mit Ach und Krach geschafft, ein bisschen zu wandern, bevor das Wetter wieder umschlug.

Jetzt aber genießen wir das Gomera-Sonne-Special in vollen Zügen. Sogar frühstücken auf unserer Terrasse war angesagt wie auch laue Abend auf der Terrasse mit einem Gläschen Wein.

Mit Besuch hat man ja immer eine wunderbare Ausrede, noch einmal über die ganze Insel zu fahren – schließlich muss man die schönsten Ecken zeigen! Also starteten wir mit Rita zu einer kleinen La-Gomera-Rundreise.

So hatten wir Grund jeden 2. Tag auf Gomera unterwegs zu sein. Natürlich durfte unser berühmter „Budda am Ende der Welt“ nicht fehlen, wie wir ihn immer nennen. Mal ging es nach Hermigua, dann Santiago und schließlich nach Valle Gran Rey. Dort machten wir erst einmal eine wichtige Pause: Fisch essen.

Valle Gran Rey ist ja eine ganz eigene Welt. Ein bisschen hippiemäßig, ein bisschen alternativ und definitiv eine Hochburg der Deutschen. Es gibt einen deutschen Bäcker, früher sogar einen deutschen Metzger, und wenn man in ein Restaurant kommt, wird man häufig gleich auf Deutsch begrüßt. Ganz ehrlich: Das ist nicht unbedingt unsere Welt – aber ab und zu mal vorbeischauen lohnt sich trotzdem. Die Landschaft dort ist nämlich einfach traumhaft.

Da wir nach Valle mit dem Bus gefahren sind, haben wir zum Abschluss des Ausflugs die Rückfahrt mit dem Benchi (kleiner Personencatamaran) gebucht. Immer an der Küste entlang nach San Sebastian.

Zum Abschluss für die Tage auf La Gomera wollten wir Rita  El Cedro zeigen. Dieses wunderschöne Tal erreicht man entweder mit dem Auto – oder natürlich zu Fuß, wenn man sportlich ist.

Bei uns in Lomo Fragoso schien noch die Sonne, also machten wir uns optimistisch auf den Weg. Die Fahrt führte durch den berühmten Märchenwald, der jedes Mal wieder mystisch wirkt – mit seinen Nebelschwaden, moosbewachsenen Bäumen und dieser ganz besonderen Atmosphäre.

Doch je tiefer wir in Richtung El Cedro kamen, desto mehr änderte sich das Wetter. Erst ein paar Tropfen… dann Regen. Und als wäre das nicht genug, stellte sich heraus, dass der Parkplatz gerade umgebaut wird. Ergebnis: überall Matsch.

Wir parkten irgendwo zwischen Rastbänken und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Restaurant, das für seine Hausmannskost bekannt ist. Etwas feucht – sagen wir lieber: leicht durchweicht – kamen wir oben an, aber das Essen und ein heißer Kaffee machten alles wieder gut.

Gemütlich, ohne Regen spazierten wir über den Campingplatz (übrigens der einzige  auf Gomera -geeignet für Minizelte), vorbei an allerlei Federvieh, am plätschernden Bach entlang – und schließlich wieder zu unserem Auto.

Zu Hause angekommen, Kamin angezündet um uns aufzuwärmen.

Rita begann schon, langsam ihre Sachen zu packen – morgen geht es für sie zurück nach Hause. Ein bisschen Wehmut lag also in der Luft. Wir genossen noch ein schönes Abendessen und ließen den Tag ruhig ausklingen.

Mal sehen, was der morgige Abschiedstag noch bringt.

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