Heute Donnerstag 12.6., ging unsere Reise weiter: von Rovaniemi aus fuhren wir Richtung Inari, direkt an den gleichnamigen See.
Schon während der Fahrt fiel uns auf, wie sehr sich die Landschaft verändert hat. Statt der bisherigen Mischung aus Siedlungen, kleineren Feldern und Mischwald dominierten nun endlose Wälder – hauptsächlich Nadelhölzer. Leider konnte man sehen, dass viele dieser Bäume krank sind. Landwirtschaft gibt es hier so gut wie keine mehr.

Heute habe wir mehrmals Renntiere gesehen. Mal auf der Straße trabbend, mal die Straße überquerend oder nur am Straßenrand grasend. Schon ein echtes Erlebnis die Tiere nicht im Gehege zu sehen.
Trotzdem war die Fahrt faszinierend. Es war spannend zu beobachten, wie sich die Natur verändert, je weiter man in den Norden kommt. Auch das Gelände wurde deutlich hügeliger – von „Bergen“ zu sprechen wäre vielleicht übertrieben, aber man konnte tatsächlich ein paar Erhebungen sehen. Und in der Ferne blitzte sogar noch etwas Schnee auf.
Inari selbst ist ein kleiner, ruhiger Ort. Wir haben direkt im Ort auf einem kleinen Campingplatz direkt am See einen Platz gefunden – alles sehr überschaubar, aber soweit in Ordnung. Das Wetter ist frisch, aktuell etwa 9 Grad, aber immerhin ist es trocken.

Nach dem Ankommen haben wir einen kleinen Spaziergang am See gemacht und das Siida-Museum besucht – das Museum der Samen. Das war ein echtes Highlight! Es hat uns nicht nur viel über das traditionelle Leben der Samen gezeigt, sondern auch darüber, wie sie heute leben und ihre Kultur bewahren. Ein wirklich tiefgehender Einblick, der uns sehr beeindruckt hat.

Morgen werden wir Finnland verlassen und nun in Norwegen eintauchen.