Von Tromsø aus führte uns unsere Reise auf Nebenstrecken entlang der malerischen Küste über die Insel Kvaloysletta, Hella bis zur E6 und weiter zur Insel Rolla. Wir waren überrascht, wie die Straßenverhältnisse auf den Inseln bzw. Nebenstrecken sind. Durch Schlaglöcher krochen wir um Schäden am Fahrzeug zu vermeiden. Wir waren dann doch froh, als wir die E 6 erreichten, wo der Straßenbelag sich besser präsentierte.
Unser Ziel war „Astrids Oase“ auf der Insel Rolla – ein kleiner, liebevoll geführter Campingplatz, den wir uns im Voraus ausgesucht hatten. Schon bei der Ankunft waren wir begeistert von der ruhigen Lage und der herzlichen Atmosphäre.
Dort trafen wir auf Sibylle und Ansgar, während Uwe und Astrid gleichzeitig Bernd und Sylvie willkommen hießen. Bereits auf dem Weg hatten wir angefragt, ob Astrid für uns norwegisch kochen würde – und sie sagte spontan zu. So zauberte sie am ersten Abend für uns sechs ein köstliches Fischgericht mit herrlichen Beilagen. Jeder steuerte 1 Flasche Wein bei – und daraus wurde ein geselliger, fröhlicher Abend zu acht. Es wurde viel erzählt und gelacht, und ehe wir uns versahen, war es Mitternacht. Und so nebenbei haben wir einiges über Norwegen und die Norweger erfahren.

Noch am selben Abend bot uns Astrid an, uns am nächsten Tag mit einem Elchbraten zu verwöhnen. Am Folgetag unternahmen wir einen ausgedehnten Spaziergang, während Sibylle mit Uwe zum Angeln hinausfuhr – einfach mal die Angel ins Wasser halten, war der Plan.
Als wir zurückkamen, erwartete uns eine kleine Sensation: Sibylle hatte tatsächlich einen Steinbeißer gefangen – ganze 1,07 Meter lang und rund 15 Kilo schwer! Nun hieß es, den Fang zu filetieren. Etwas ratlos zogen wir das Internet zu Rate – und mit vereinten Kräften gelang es uns, den Fisch fachgerecht zu zerlegen. Für jeden gab es zwei ordentliche Portionen – definitiv das Highlight des Tages!
Nach einer kurzen Pause trafen wir uns abends erneut. Ansgar hatte aus den Resten des Steinbeissers eine sehr leckere Fischsuppe gezaubert, die es als Vorspeise gab. Danac servierte uns Astrid einen wunderbar zarten Elchbraten, wieder begleitet von einem guten Rotwein aus diversen Weinlager unserer Wohnmobile. Es war ein rundum gelungener Abend – herzlich, lecker und voller Lachen.
Am nächsten Morgen setzten wir alle unsere Reise fort – durch die grandiose Landschaft der Lofoten. Unser Weg führte uns über kleine Häfen und urige Orte bis zum Sigerfjord. Dort fanden wir einen traumhaft schönen Stellplatz direkt an einem Fjord. Wir waren nicht alleine, ein Wohnmobil aus Spanien befand sich schon hier. Bei einem Gespräch stelle sich heraus, dass das Ehepaar von Teneriffa, la Laguna kommt. Herwart freute sich spanisch zu sprechen und die Spanier überrascht hier spanisch plaudern zu können.

Mal sehen, was der nächste Tag bringt – Norwegen überrascht uns jeden Tag aufs Neue.
Nach einer wunderbaren Nacht am „Husväge Fjord“ starteten wir voller Vorfreude in den neuen Tag. Der Himmel zeigte sich von seiner besten Seite – strahlend blau, mit einem Hauch von Wärme in der Luft. Perfektes Wetter, um weiter über die kleinen und großen Inseln der Lofoten zu fahren und immer wieder anzuhalten, um die atemberaubende Landschaft zu genießen – und natürlich unzählige Fotos zu machen.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Museumsdorfs Nusfjord, das malerisch am gleichnamigen Fjord liegt. Die liebevoll erhaltenen roten und orangen Fischerhütten, das ruhige Wasser und die beeindruckende Kulisse luden zum Verweilen ein. Bei einer Tasse Kaffee und herrlicher Aussicht ließen wir die Seele baumeln.
Kleines Info: Nusfjord ist ein Fischerdorf auf Flakstadøy, einer der Hauptinseln des Lofotenarchipels. Das Dorf gehört zur Kommune Flakstad im norwegischen Fylke Nordland.

Weiter ging es nach Hamnoy, einem weiteren charmanten Ort, wo wir eine kleine Pause einlegten und das alte Fischerdorf erkundeten. Die Atmosphäre war ruhig und authentisch – wie eine kleine Zeitreise.
In Reine, das als eines der schönsten Dörfer Norwegens gilt, wurde es dann deutlich touristischer. Die Kulisse war zwar spektakulär, aber der große Besucherandrang nahm dem Ort ein wenig von seiner Magie.

Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Moskenes, wo wir unser Quartier für die Nacht auf einem gemütlichen Campingplatz aufschlagen. Ein perfekter Ort, um den Tag ausklingen zu lassen – denn morgen steht die Fährüberfahrt nach Bodø auf dem Programm. Dann geht es wieder zurück aufs Festland um Norwegen weiter südwärts zu erkunden.

heute Sonntag 22.6. um 6 Uhr Sonnenstand