Kaum hatten wir einmal tief durchgeschnauft und uns gefreut, dass unser letzter Besuch heil wieder zuhause angekommen ist, stand auch schon der nächste Gast vor der Tür: die Sabine! Ende März hieß es also wieder: Gästezimmer auf, Kühlschrank voll und Dauerprogramm gestartet.
Eine Woche verbringt sie bei uns, eine weitere im Apartment in San Sebastián – und natürlich wird die Insel wieder einmal im Rekordtempo erkundet. Eine Ausfahrt jagt die nächste, dazwischen wird geschlemmt, geratscht, gelacht und das Leben genossen. Nur das Wetter hatte plötzlich beschlossen, dass Frühling völlig überbewertet wird. Statt Sonnencreme hieß es wieder: Heizung an! Aber gut – man kann ja nicht alles haben.
Ruckzuck ist Ostern da und wir verbringen die Feiertage auf Gomera, bevor es am 7. April gemeinsam mit Sabine zurück nach Deutschland geht. Dort wartet schon der Schwiegersohn, der uns samt Gepäck sicher zu unserem Wohnmobil chauffiert, das brav bei ihnen untergestellt war. Spätabends rollen wir endlich zuhause ein – leicht erledigt, etwas zerknittert, aber glücklich. Und wie beendet man so einen langen Reisetag standesgemäß? Natürlich mit einem kühlen Weißbier und Blick in unseren wunderbar frühlingshaften Garten.
Doch die Erholung hält ungefähr so lange wie ein Teller Plätzchen bei Familienbesuch. Ehe wir uns versehen, stecken wir schon wieder mitten im Arbeitsmodus. Die einen Handwerker kommen, die anderen sagen ab, wieder andere tauchen einfach unangekündigt auf. Bäume sollen raus, Termine stehen an, und Sonnemann Florian rückt an, um tatkräftig mitzuhelfen. Dazwischen jonglieren wir fröhlich Arzttermine, Fußpflege, Frisör und den ganz normalen Wahnsinn des Alltags.
Eigentlich wollten wir längst mit dem Wohnmobil Richtung Niederbayern, Tschechien und Dresden unterwegs sein. Aber wie das Leben eben so spielt, musste „man“ plötzlich überraschend ins Krankenhaus – ein paar Untersuchungen standen an und unser Reiseplan bekam erst einmal eine Vollbremsung verpasst.
So verschiebt sich unsere große Ausfahrt eben fast bis Ende Mai. Aber eines haben wir inzwischen gelernt: Langweilig wird’s bei uns garantiert nie.