Jeep-Abenteuer in den Dünen und ein bisschen mehr

Mui Ne 11.11.

Gestern hatten Eva und Christian und wir beschlossen, dass eine Jeep-Fahrt zu den weißen und roten Sanddünen genau das Richtige sei – Abenteuer und Action inklusive. Um 10 Uhr wartete unser Jeep vor dem Hotel.

Wir waren ein bisschen verdattert, doch unser Fahrer – jung, freundlich und äußerst hilfsbereit – versicherte uns, dass alles in Ordnung sei. Polsterung zwar etwas mager, aber hey, was ist schon eine weiche Sitzbank gegen ein bisschen Abenteuer?

Und dann ging es los! Bandscheiben jubelten, Polsterung ließ zu wünschen übrig – aber wir hielten uns fest, lachten, schrieen ein bisschen vor Freude (und ein bisschen vor Schreck) und hatten so richtig Spaß. Sand, Sonne, Tempo – das perfekte Rezept für einen adrenalingeladenen Morgen.

Heute ging es mir zum Glück wieder viel besser, dank Evas Pulverchen, der meinen Elektrolyt Haushalt auszugleichen konnte – sonst hätte ich den Jeep-Ausflug wohl nur halb so genießen können.

Weiße Dünen – Jeep-Abenteuer geht weiter

Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichten wir die Weißen Dünen. Dort hieß es umsteigen in einen Allrad-Jeep, der uns die Dünen hinaufzog – Spannung inklusive!

Oben angekommen wurden wir mit einem wunderbaren Ausblick belohnt: endlose Sandhügel, die Sonne glitzerte darauf, und unten lag ein kleiner See, der das Ganze fast schon idyllisch wirken ließ – fast, weil wir ja immer noch leicht durchgeschüttelt wurden.

Dann ging es steil abwärts, wieder rauf, wieder runter – unser Jeep schien jede Schwerkraftregel zu ignorieren. Am Ende standen wir wieder am kleinen See, wo wir ein paar Fotos machten, um diesen Moment festzuhalten.

Danach ging es zurück zum Ausgangspunkt – ein Abenteuer voller Sand, Sonne, Geschwindigkeit und jeder Menge Lacher. Wer hätte gedacht, dass Dünen so viel Spaß machen können?

Rote Dünen – Bergsteigen ohne Allrad

Nach den Weißen Dünen warteten die Roten Dünen auf uns. Sie waren zwar etwas kleiner, aber dafür gab es keinen Allradantrieb, der uns nach oben brachte – wir mussten selbst ran.

Also begann der Aufstieg. Ich musste nach der Hälfte kapitulieren – die Beine waren noch müde von gestern, und scheinbar hatte mich Montezumas Rache doch etwas aus der Form gebracht. Die anderen drei marschierten weiter und erreichten schließlich den Gipfel.

Nach einer knappen halben Stunde stiegen wir wieder ins Auto, um unsere Weiterfahrt zum Fischerdorf fortzusetzen. Abenteuer, Sand, Bergsteigen – wer hätte gedacht, dass Dünen so sportlich sein können?

Fischerdorf Mue Ne – Boote, Fische und bunte Eindrücke

Zurück bei unserem Ausgangspunkt stiegen wir wieder in den Jeep – unser junger Fahrer schickte uns über holprige Straßen und Baustellen weiter Richtung Fischerdorf Hòn Mê.

Dort angekommen, wurden wir von zahlreichen Fischerbooten im Hafen begrüßt. Besonders ins Auge stachen die runden Boote, die wir liebevoll „Salatschüsseln“ tauften.

Eva und Christian gingen direkt ans Wasser und bestaunten den frischen Fischfang in allen Farben, während wir uns einen Kaffee gönnten und die lebendige Szenerie genossen.

Ein wirklich beeindruckender Zwischenstopp – zwischen bunten Fischen, knarrenden Booten und dem Duft von Meer und Salz fühlten wir uns fast wie kleine Abenteurer auf Entdeckungstour. Danach freuten wir uns schon auf die Weiterfahrt zu den nächsten Highlights.

Die Quelle – Abenteuer mit Schlange

Unser junger Fahrer hatte noch ein Highlight versprochen: eine Quelle besuchen. Nach einer relativ kurzen Fahrt bogen wir in einen kleinen Weg ein – und zack, standen wir vor einer Art Restaurant oder Bar, je nachdem, wie man es nennen möchte. Dort zeigte man uns einen kleinen Bach, der durch den kurzen, heftigen Regen etwas mehr Wasser führte als gewöhnlich. Um zur Quelle zu gelangen, musste man also den Bach entlanglaufen.

Christian und Eva waren vorbereitet – sie hatten Badeschlappen dabei. Wir nicht. Also hieß es entweder barfuß durch das Wasser oder mit Schuhen durch den Schlamm. Während wir noch überlegten, tauchte ein Mann aus dem Bach auf – und ich erschrak fast zu Tode: eine Schlange hing ihm um den Hals! Ich sprang sofort zurück. Nein danke, diesen Weg gehe ich nicht.

Also machten sich die drei Mutigen auf den Weg zur Quelle. Zwischendurch wurden sie von einem Führer begleitet, der sie durch das Wasser lotste. Ich wartete vorsichtig am Rand, noch immer leicht geschockt, während der Mann mit der Schlange unten am Bach saß – absolut regungslos.

Ich nutzte die Gelegenheit, einen Maracuja-Saft zu genießen, beobachtete die Szene aus sicherer Entfernung und hoffte inständig, dass wir bald weiterfahren. Mir war das Abenteuer mit der Schlange einfach nicht geheuer!

Abend in Mui Ne – Pool, Pazifik und kulinarischer Genuss

Zurück im Hotel sprangen wir sofort in unsere Badekleidung, rein in den Pool und anschließend direkt in den Pazifik. Wasser, Sonne, Entspannung – besser kann ein Nachmittag kaum sein! Nach einer angenehmen Pause, ein bisschen Ruhen und Relaxen, machten wir uns am Abend auf den Weg in die City, um ein Lokal zu besuchen, das Christian und Eva am Abend zuvor entdeckt hatten und sehr zu empfehlen fanden.

Das Essen war wirklich fantastisch – frisch, lecker und ein kulinarisches Highlight unseres Tages. Der anschließende Spaziergang zurück zum Hotel war genau das Richtige, um alles ein bisschen sacken zu lassen. Am Pool ließen wir den Abend mit einem kleinen Bier ausklingen, plauderten über die Erlebnisse des Tages und genossen die letzte Abendstimmung. Schließlich landeten wir müde, satt und zufrieden im Bett – bereit für neue Abenteuer.

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