Tagebuch 2.11.
Der nächste Morgen begann mit einem gigantischen Frühstücksbuffet und traumhaften Ausblicken auf die mystische Landschaft der Ha Long-Bucht. Gegen Mittag endete unsere Kreuzfahrt, und ein Mutterboot brachte uns zurück zum Hafen, wo bereits unser Bus wartete. Von dort ging es weiter zum Flughafen – der nächste Flug stand an, diesmal nach Hue.
Alles verlief reibungslos, und unser Reiseleiter versicherte uns, dass sich die Lage in Hue trotz des starken Regens der letzten Tage wieder normalisiert habe. So machten wir uns voller Zuversicht auf den Weg.
Ankunft in Hué
Am Abend erreichten wir schließlich Hué – und wurden direkt vom Regen empfangen. Unser neuer Reiseführer, Min, wartete bereits am Flughafen und brachte uns zum Bus. Auf dem Weg zum Hotel sahen wir immer wieder überschwemmte Straßen, und nach und nach wurde es im Bus stiller. Jeder blickte nach draußen und fragte sich wohl, wie das hier wohl weitergehen sollte.
Kurz bevor wir das Hotel erreichten, stoppte der Bus: Die Straße war komplett überflutet, ein Einbiegen unmöglich. Es folgten Diskussionen, ein bisschen Ratlosigkeit – doch schließlich fand unser Busfahrer einen Umweg, „einmal um den Block herum“, wie Min schmunzelnd meinte. Und tatsächlich: Mit etwas Glück und viel Fahrgeschick schaffte er es, uns trockenen Fußes bis vor den Hoteleingang zu bringen.
Im Hotel angekommen, waren wir alle etwas verdattert von der Situation. Draußen regnete es unaufhörlich weiter, und laut Wetterbericht war kein Ende in Sicht. Wir besprachen mit Min, wie es nun weitergehen könnte, entschieden uns dann aber, erst einmal abzuwarten. Müde von der langen Fahrt und dem aufregenden Tag gingen wir schließlich ins Bett – in der Hoffnung, dass uns der nächste Morgen mit besserem Wetter überraschen würde.
Info:
Die Halong-Bucht im nordöstlichen Vietnam ist für ihr smaragdgrünes Wasser und die Tausende hoch aufragenden, von Regenwald bedeckten Kalksteininseln bekannt. Dschunkenfahrten und Ausflüge mit dem Seekajak führen an Inseln vorbei, die nach ihren Formen benannt sind, wie etwa die Insel Cho Da („Steinhund“) und das Inselchen Am Tich („Teekanne“). Die Bucht ist eine beliebte Region zum Tauchen, Klettern und Wandern, besonders im gebirgigen Nationalpark Cát Bà.