DAS POLARLICHT – EIN KIND DER SONNE
Die Polarlichter sind eines der schönsten und spektakulärsten Phänomene, die die Erde für uns bereithält. Viele träumen davon, das faszinierende Farbspiel am Himmel einmal live zu beobachten,
Je höher die Sonnenaktivität und je heftiger folglich der Sonnenwind ist, desto mehr wird das Magnetfeld der Erde zusammengestaucht. Eine starke Deformierung bewirkt, dass die elektrisch geladenen Partikel den Magnetfeldlinien folgend bereits weit entfernt von den Magnetpolen Kontakt zur Erdatmosphäre bekommen. Deshalb ist um das Maximum des 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus verstärkt mit Polarlichtern in niedrigen Breiten, z.B. auch in Mitteleuropa, zu rechnen. Aber auch in Pol nahen Gegenden treten sie dann häufiger und mit größerer Intensität in Erscheinung.
Die Nordlichter erscheinen in den dunklen Wintermonaten, wobei die stärkste Aktivität typischerweise im September/Oktober und März/April stattfindet. Während diese Monate oft eine hohe Aktivität haben, kann die Aurora jederzeit stark sein, abhängig von klarem Himmel und Sonnenbedingungen
Polarlichter sind beeindruckende natürliche Lichterscheinungen am Himmel, die hauptsächlich in Regionen hoher Breiten (Arktis und Antarktis) zu sehen sind.
Sie entstehen durch Störungen in der Magnetosphäre durch den Sonnenwind, der aus Teilchen besteht, die von der Sonne ausgestoßen werden. Diese Teilchen kollidieren mit Gasen in unserer Atmosphäre und setzen dabei Energie in Form von Licht frei.
Verschiedene Farben entstehen durch unterschiedliche Gase:
- Grün – Sauerstoffmoleküle (am häufigsten)
- Rot – Sauerstoff in großer Höhe
- Blau/Violett – Stickstoff
Polarlichter, die als
weiße Streifen oder graue, senkrechte Strahlen am Himmel erscheinen, sind ein reales Phänomen, das oft anders aussieht als auf farbintensiven Fotos.
Hier sind die Hauptgründe, warum Polarlichter weiß erscheinen können:
- Physiologie des Auges (Nachtsehen): Das menschliche Auge besitzt Stäbchen (für Helligkeit) und Zapfen (für Farben). Bei schwachen Polarlichtern sind die Lichtverhältnisse zu gering, als dass die Zapfen Farben wahrnehmen könnten. Die Stäbchen übernehmen, was zu einer Wahrnehmung in Grau- oder Weißtönen führt.
- Hohe Intensität (Überreizung): Ist ein Polarlicht extrem hell, kann es die Farbrezeptoren (Zapfen) im Auge überreizen. Dies führt dazu, dass das Gehirn das Licht als reines Weiß wahrnimmt, obwohl es physikalisch grüne oder rote Anteile hat.
- Strukturierte Kontinuum-Emission: Neueste Forschungen haben gezeigt, dass es neben den typischen grünen/roten Lichtern auch „grau-weiße“ Flecken oder Streifen gibt. Diese entstehen durch eine eigene Art von Emission, die ein breiteres Spektrum abdeckt und oft mit „STEVE“ (einer purpurnen Lichterscheinung) verwandt ist.
- Wetterbedingungen: Dünne Wolken oder Eispartikel in der Luft können das Licht brechen und das Polarlicht ebenfalls weißlich erscheinen lassen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn Polarlichter als weiße Streifen erscheinen, ist das oft ein Zeichen für ein sehr intensives, aktives Ereignis, das jedoch außerhalb der optimalen Farbwahrnehmung des menschlichen Auges liegt
PS: Info aus dem Internet