Stockholm

17.6.-19.6

Stockholm – Herwart schwärmte von Stockholm, auch wenn seine Eindrücke schon gut 40 Jahre alt sind. So habe ich mich von seiner Begeisterung anstecken lassen.

Auf dem Weg zu unserem Campingplatz lag der Ikea. Die Wiege von Ikea liegt ja bekannterweise in Schweden, also fast ein Muss mal reinzuschauen.

Wow alles hell, und wie man es von Möbelhäusern kennt auf 5 Etagen verteilt. Auf jeder Etage ein kleines Cafe und ganz oben das Restaurant. Dort sind wir nach einem gemütlichen Rundgang eingekehrt. Der Andrang ist heftig und als wir die Preise gesehen haben, verständlich. So preiswert kann man wohl nirgends in Stockholm essen gehen. Die Portion klein und geschmacklich naja.  Also Erfahrung gesammelt.

Ein paar Sachen haben wir natürlich eingekauft und uns danach auf dem Weg zum neuen Quartier gemacht.

Kaum das Womo abgestellt, die Räder aktiviert und ab mit dem Rad in die City. 10 km waren angesagt. Die ersten waren ok aber dann ging es rund. Was für ein Verkehr. Irgendwie haben wir es geschafft ohne vom Rad zu fallen, oder angefahren zu werden, in die City zu kommen. Mei ist da was los. So viele Touris auf einem Haufen haben wir schon lange nicht mehr gesehen. So gaben wir nach 2 Stunden auf und machten uns auf den Rückweg. Trotz des rücksichtslosen Verhaltens der Verkehrsteilnehmer kamen wir heil beim Zuhause an. 

Mit dem Radl brauche ich die Tour nicht nochmals zu machen. Also am nächsten Tag, nach dem Frühstück mit der einzigen  U-Bahn in Schweden in die City. Unser erstes Ziel die war Markthalle. Ein imposantes Gebäude erwartete uns. Die ca. 60 Stände und Restaurant boten leckeres an. Die Preise der imposanten Markthalle angemessen – teuer.

Trotzdem haben wir den Hushällsost gekauft. Er ist der beliebteste Käse Schwedens. Übrigens liegt Schweden an Platz 4 in Europa was den Käseverbraucht angeht. Pro Person werden hier 18kg pro Jahr verzehrt.

Nun schlenderten wir der Nase nach und waren erstaunt wie    viele Restaurant es gibt. Da es mittlerweile Mittagszeit war, überwiegend voll besetzt. Egal in welche Gasse wir einbogen, Restaurant an Restaurant. Gefühlt ist Stockholm in der Innenstadt eine Fressmeile.

Wir bewunderten natürlich den Königspalast, viele alte Bauten und die Altstadt Gamia San. Verwinkelte Gässchen, mit Restaurants und kleinen Läden die eine nette Atmosphäre verbreiten. 

Nach gut 4 Stunden auf den Beinen suchten wir die nächste U Bahnstation und fuhren zurück. Noch schnell in den Supermarkt um fürs Abendessen zu sorgen. Wie schon in den letzten Tagen, waren wir über die Preise überrascht. Das Preisniveau bewegt sich ungefähr wie in Deutschland. Rindfleisch ist teuer, jedoch Hähnchen oder Hackfleisch wie bei uns. Genauso verhält es sich mit Gemüse, Obst und Salat. Mal weniger, mal mehr wie in Deutschland. Der Sprit jedenfalls ist billiger. Diesel im Durchschnitt liegt bei 1.75 Euro – aber wir haben für 1,50 Euro getankt!

Ja die Begeisterung für die Stadt hat sich gelegt. Sie ist aus meiner Sicht nett anzuschauen aber die Rüpelhaftigkeit, das Ellbogen agieren der Verkehrsteilnehmer hinterlassen einen bitteren Beigeschmack. Bei unserer Fahrt mit den Rädern durch Wohngebiete hat sie auch nicht unbedingt einen positiven Eindruck hinterlassen.

Es gibt Orte, wo man sich auf Anhieb wohl fühlt und man das Gefühl hat angenommen zu sein. Das war Stockholm für mich nicht.

Herwart: Also ich bin nach wie vor von der Stadt angetan. Imposante Bauten, viele Parks, nette Cafes uvm. Ja es geht wegen uns (!) Touristen hektisch zu, die Menschen sind eher rüpelhaft (Einheimische uns Touris) und es wird viel gebaut – was den Eindruck eher trübt. Man darf ja auch mal unterschiedlicher Meinung sein, gell?

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